Der Fall Junker

Die Veröffentlichung von Wallace der Junker

Was ich auf keinen Fall dachte, das liegt vermutlich nur daran, dass ich kein Vertrauen in unsere moderne Zeit habe, war, dass es sich beim Prozessdes Veröffentlichens um den am leichtesten Teil des gesamten Spektakels handeln würde.

Das liegt natürlich an der Möglichkeit, heutzutage ganz einfach das Buch bei einem Selfpublishing-Verlag (wobei ich diesen Namen nicht verstehe, denn in Wahrheit veröffentliche ich doch trotzdem nicht mehr selbst) hochzuladen und dann auf "Veröffentlichen" zu klicken.

Nun gut, in Wahrheit war es mehr als das, es dauerte auch alles seine Zeit, aber es war im Vergleich kein Aufwand mehr. Für mich lag der schwierige Teil schon lange davor. Welcher das ist, sei der Fantasie überlassen. Ist die Anmerkung zu viel, wenn ich erwähne, dass es sich tatsächlich merkwürdig anfühlt, über sich selbst zu schreiben?

Was nun?

Bis die Veröffentlichung wirklich vollends abgeschlossen ist? Solange schwebe ich durch Raum und Zeit, ungehindert und ohne Ziel. Soll heißen, dass ich es weder weiß noch wissen will, denn ganz ehrlich: Ich habe die große Befürchtung, dass nochmal etwas schief läuft.

Wallace lässt Grüßen.


Von: N. S. Fichtenschlag | Am: 2018/06/06 05:30 | Tags: Buch, Schreiben, Wallace der Junker